Sri Lanka der Woche
- Natur
Landschaften, Tiere und Pflanzen der Insel
- Kultur
Feste, Geschichte und Traditionen
- Küche
Gewürze und Gerichte aus Sri Lanka
Diese Woche · KW 44
Kottu – die Musik der Straßenküche
Für Kottu wird Fladenbrot mit Gemüse, Ei und Gewürzen auf einer heißen Platte mit zwei Metallklingen zerhackt. Das rhythmische Klappern hört man abends in jeder Stadt.
Natur & Landschaft
Elefanten-Treffen
In der Trockenzeit versammeln sich im Minneriya-Nationalpark oft Hunderte wilde Elefanten am Stausee – eines der großen Naturschauspiele Asiens.
Die Träne Indiens
Wegen ihrer Form wird die Insel oft „Träne Indiens“ genannt. Mit rund 65.000 km² ist sie etwas kleiner als Bayern.
Adam's Peak – ein Berg für vier Religionen
Auf dem 2.243 Meter hohen Sri Pada verehren Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen einen Fußabdruck im Fels. In der Pilgersaison von Dezember bis Mai steigen viele Menschen nachts hinauf, um oben den Sonnenaufgang zu erleben.
Sinharaja – der letzte große Regenwald
Der Sinharaja-Regenwald im Südwesten ist seit 1988 UNESCO-Welterbe. Viele der Pflanzen und Tiere, die hier leben, gibt es nur in Sri Lanka.
Blauwale vor Mirissa
Vor der Südküste ziehen von etwa November bis April Blauwale vorbei – die größten Tiere der Erde. Mirissa ist einer der bekanntesten Orte für Walbeobachtungen.
Leoparden im Yala-Nationalpark
Der Yala-Nationalpark im Südosten gilt als eines der Gebiete mit der höchsten Leopardendichte der Welt. Mit etwas Glück sieht man die scheuen Katzen auf einem Felsen liegen.
Zwei Monsune, immer irgendwo Sonne
Der Südwestmonsun bringt etwa von Mai bis September Regen, der Nordostmonsun etwa von Dezember bis Februar. Deshalb ist auf der Insel fast immer irgendwo Trockenzeit – gute Nachricht für Reisende.
World's End in den Horton Plains
Auf rund 2.100 Metern liegt die Hochebene Horton Plains. An ihrem Rand fällt die Klippe „World's End“ fast 900 Meter steil ab – bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Meer.
Kinderstube der Meeresschildkröten
An Sri Lankas Stränden legen fünf der sieben Arten von Meeresschildkröten ihre Eier ab. Schutzstationen an der Südküste helfen, dass möglichst viele Jungtiere das Meer erreichen.
Mehr als 30 Vogelarten gibt es nur hier
Vom Ceylon-Hühnervogel bis zur Ceylon-Blauelster: Sri Lanka hat über 30 endemische Vogelarten. Für Vogelbeobachter ist die Insel ein kleines Paradies.
Pidurutalagala, der höchste Berg
Der höchste Berg der Insel ist nicht der Adam's Peak, sondern der Pidurutalagala mit 2.524 Metern bei Nuwara Eliya – mitten im kühlen Teeland.
Die Nine Arches Bridge bei Ella
Die Eisenbahnbrücke mit neun Bögen wurde in der Kolonialzeit aus Ziegeln und Stein gebaut. Wenn der blaue Zug zwischen den Teehängen darüberfährt, entsteht eines der bekanntesten Bilder Sri Lankas.
Der Nationalbaum Na
Der Na-Baum (Ceylon-Eisenholz) ist Sri Lankas Nationalbaum. Seine jungen Blätter leuchten rot, seine weißen Blüten duften – und man findet ihn oft in der Nähe von Tempeln.
Die blaue Seerose
Die Nil Manel, die blaue Seerose, ist Sri Lankas Nationalblume. Sie wächst in den vielen Teichen und Stauseen der Insel und ist ein Symbol für Reinheit.
Kultur & Geschichte
Jeder Vollmond ist ein Feiertag
An Poya, dem Vollmondtag, ist in Sri Lanka jeden Monat Feiertag. Viele Menschen besuchen den Tempel, kleiden sich in Weiß und verzichten auf Alkohol und Fleisch.
Neujahr im April
Das singhalesische und tamilische Neujahr wird Mitte April gefeiert – mit Ritualen zu genau berechneten, glücksverheißenden Zeiten, Milchreis (Kiribath) und Spielen.
Sigiriya, der Löwenfelsen
Auf einem rund 200 Meter hohen Felsen ließ König Kassapa im 5. Jahrhundert einen Palast errichten. Heute gehört Sigiriya zum UNESCO-Welterbe.
Runde Buchstaben
Die singhalesische Schrift ist auffallend rund. Man sagt, das liege an den Palmblättern, auf die früher geschrieben wurde – gerade Striche hätten sie eingerissen.
Acht Welterbestätten
Sri Lanka hat acht UNESCO-Welterbestätten – von der alten Königsstadt Anuradhapura über den Zahntempel in Kandy bis zum Regenwald Sinharaja.
Esala Perahera in Kandy
Jedes Jahr im Juli oder August ziehen in Kandy über mehrere Nächte prächtig geschmückte Elefanten, Tänzer und Trommler durch die Stadt – zu Ehren der Zahnreliquie des Buddha.
Vesak – das Lichterfest
Am Vollmond im Mai feiert Sri Lanka Vesak. Überall leuchten Laternen, und an Ständen (Dansal) werden Essen und Getränke kostenlos an alle verteilt.
Masken aus Ambalangoda
In Ambalangoda an der Südküste werden traditionelle Holzmasken geschnitzt und bemalt. Sie wurden früher bei Tänzen und Ritualen getragen – heute sind sie auch ein beliebtes Mitbringsel.
Die Stelzenfischer
An der Südküste bei Koggala und Weligama sitzen Fischer auf Holzstangen im flachen Wasser und angeln. Die Technik soll entstanden sein, als die Plätze an den Felsen knapp wurden.
Cricket-Weltmeister 1996
Cricket ist in Sri Lanka die Leidenschaft schlechthin. 1996 gewann das Land die Weltmeisterschaft – bis heute ein Moment, an den sich alle erinnern.
Ayubowan – mögest du lange leben
Die traditionelle Begrüßung „Ayubowan“ bedeutet „Mögest du lange leben“. Dabei legt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt leicht den Kopf.
Tuk-Tuks überall
Die dreirädrigen Tuk-Tuks (Three-Wheeler) sind das Taxi Sri Lankas. Viele sind liebevoll geschmückt – und kommen auch durch die engsten Gassen.
Zwei Sprachen, viele Kulturen
Amtssprachen sind Singhalesisch und Tamil, Englisch ist weit verbreitet. Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen leben auf der Insel zusammen.
Die erste Premierministerin der Welt
1960 wurde Sirimavo Bandaranaike in Sri Lanka (damals Ceylon) Premierministerin – als erste Frau weltweit, die ein Land als Regierungschefin führte.
Galle Fort
Die Festungsstadt Galle wurde von den Portugiesen gegründet und von den Niederländern im 17. Jahrhundert ausgebaut. Heute ist sie UNESCO-Welterbe mit Kolonialhäusern, Cafés und Wällen am Meer.
Mit dem Zug durchs Teeland
Die Bahnstrecke von Kandy nach Ella gilt als eine der schönsten der Welt: Sie windet sich durch Teeplantagen, Wasserfälle und Nebelwälder ins Hochland.
Die Höhlentempel von Dambulla
In fünf Felshöhlen von Dambulla finden sich über 150 Buddha-Statuen und farbenprächtige Wandmalereien. Der Tempelkomplex ist seit über 2.000 Jahren ein Pilgerort.
Polonnaruwa, die zweite Königsstadt
Nach Anuradhapura wurde Polonnaruwa zur Hauptstadt. Berühmt sind die Buddha-Figuren von Gal Vihara, die direkt aus einem Granitfelsen gemeißelt wurden.
Der heilige Bodhi-Baum
Der Sri Maha Bodhi in Anuradhapura wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. aus einem Ableger des Baumes gepflanzt, unter dem Buddha Erleuchtung fand. Er gilt als ältester von Menschen gepflanzter Baum mit bekanntem Pflanzdatum.
Riesige Stupas aus Ziegeln
Die Stupas von Anuradhapura gehörten zu den größten Bauwerken der Antike. Der Jetavanaramaya war einst über 100 Meter hoch – gebaut aus Millionen von Ziegeln.
Uralte Stauseen
Schon vor über 2.000 Jahren legten die Könige riesige Stauseen (Wewa) an, um Reisfelder zu bewässern. Viele davon sind bis heute in Betrieb – auch rund um Anuradhapura.
Ratnapura, die Stadt der Edelsteine
Ratnapura bedeutet „Stadt der Edelsteine“. Hier werden seit Jahrhunderten Saphire, Rubine und andere Steine aus dem Flusskies gewaschen.
Küche & Gewürze
Echter Zimt kommt aus Sri Lanka
Der feine Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) stammt ursprünglich aus Sri Lanka. Er ist milder als der verbreitete Cassia-Zimt – und wird in unserer Küche täglich verwendet.
Ceylon-Tee
Im 19. Jahrhundert begann der Teeanbau im Hochland. Bis heute ist Sri Lanka einer der bekanntesten Teeproduzenten der Welt – „Ceylon“ ist dabei der alte Name der Insel.
Reis und Curry
Das Nationalgericht ist nicht ein Curry, sondern viele: Zu Reis werden oft fünf oder mehr kleine Gemüse-, Linsen- und Kokosgerichte serviert.
Die Königs-Kokosnuss
Die orangefarbene King Coconut (Thambili) wächst vor allem in Sri Lanka. Ihr Wasser wird überall am Straßenrand frisch aus der Nuss getrunken.
Hoppers zum Frühstück
Hoppers (Appa) sind schalenförmige Pfannkuchen aus Reismehl und Kokosmilch – außen knusprig, innen weich. Beim Egg Hopper wird ein Ei in die Mitte geschlagen.
Pol Sambol
Frisch geraspelte Kokosnuss, Chili, Zwiebel und Limette – fertig ist Pol Sambol. Es fehlt bei kaum einer Mahlzeit und wird traditionell auf einem Mahlstein zubereitet.
Kottu – die Musik der Straßenküche
Für Kottu wird Fladenbrot mit Gemüse, Ei und Gewürzen auf einer heißen Platte mit zwei Metallklingen zerhackt. Das rhythmische Klappern hört man abends in jeder Stadt.
Gotu Kola Sambol
Aus den Blättern der Gotu Kola (Centella), Kokos und Limette entsteht ein frischer grüner Salat. In Sri Lanka gehört er ganz selbstverständlich zum Reis dazu.
Die Jackfrucht – der Reisbaum
Die Jackfrucht ist die größte Baumfrucht der Welt. In Sri Lanka nennt man den Baum auch „Reisbaum“, weil die Frucht früher in schweren Zeiten viele Familien satt gemacht hat.
Watalappan
Das beliebte Dessert Watalappan ist ein Pudding aus Kokosmilch, Eiern und Kithul-Jaggery, verfeinert mit Kardamom und Muskat. Es wird vor allem zu Festen serviert.
Kithul – Sirup aus der Palme
Aus dem Blütensaft der Kithul-Palme wird ein dunkler Sirup (Pani) und fester Palmzucker (Jaggery) gekocht. Zusammen mit Büffeljoghurt ist er ein klassischer Nachtisch.
Die Gewürzgärten von Matale
Rund um Matale im Zentrum der Insel wachsen Zimt, Kardamom, Pfeffer, Nelken und Muskat. In den Gewürzgärten kann man sehen, wie die Gewürze wachsen, die unsere Küche prägen.
Heilkunde & Tradition
Deshiya Chikitsa
Neben dem klassischen Ayurveda gibt es in Sri Lanka eine eigene, über Generationen weitergegebene Heilkunde-Tradition: Deshiya Chikitsa, die einheimische Medizin.
Kola Kanda – der grüne Morgenbrei
Kola Kanda ist ein Reisbrei mit frischen grünen Blättern und Kokosmilch. In vielen Familien wird er traditionell zum Frühstück gegessen – auch in ayurvedischen Häusern.
Koriandertee – Koththamalli
Ein Tee aus Koriandersamen, oft mit Ingwer und etwas Jaggery, ist in Sri Lanka ein klassisches Hausgetränk – besonders, wenn das Wetter umschlägt.
Wissen auf Palmblättern
Rezepturen und Heilwissen wurden in Sri Lanka jahrhundertelang auf Palmblatt-Manuskripten (Puskola) festgehalten und in Familien vom Vater oder von der Mutter an die Kinder weitergegeben.
Mehr über die Heilkunde der Insel: Unser Ayurveda-Team aus Sri Lanka

